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| Wolfgang Schröder und Hans Walter Ritter |

Die ÜMG ist der deutsche Zweig der OMF und begleitet das Musical als Initiator, unterstützt es tatkräftig im Gebet und mit finanziellen Mitteln. Auch der Bezug zu Hudson Taylor steht damals wie heute im Mittelpunkt der ÜMG, gerade im Jahr des 100. Todestages des Begründers der China Inland Mission, aus der die OMF entstand. Wir fragten den aktuellen Missionsleiter Hans Walter Richter (HWR) und seinen Vorgänger Wolfgang (WS) Schröder:
1. Wie entstand die Idee von der Durchführung des Musicals inerhalb der ÜMG? WS:Die Idee kam auf, als wir uns überlegten was wir im Jahr 2005, dem Todesjahr Hudson Taylors und dem 140. Geburtstag der China-Inland-Mission an besonderen Veranstaltungen machen könnten. Wir wollen nicht geschichtslos sein. 2. Hudson Taylor starb vor 100 Jahren, was bedeutet er heute für die ÜMG? HWR: Die ÜMG ist nun schon 140 Jahre alt, aber die Prinzipien von Hudson Taylor sind noch heute die gleichen. Er wird bei uns nicht als Idol gehandelt, sondern eher als ein Vorbild. Seine Hingabe soll uns anspornen Jesus nachzufolgen und Ihm genauso viel zuzutrauen.
3. Was kann der Zuhörer des Musicals aus dem Leben des HT mitnehmen? HWR: Für mich ist sehr eindrücklich, dass in dem Musical nicht ein Held oder unantastbarer Strahlemann dargestellt wird. Nein, man kann Hudson Taylors Kämpfe miterleben, sehen was ihn bewegte und erspüren was ihn trieb. Man kann so seine wichtigsten Jahre nachverfolgen, aber eigentlich ist es nicht ein Musical über Hudson Taylor (das hätte er selbst auch nie gewollt), sondern über die Größe und Treue Gottes.
4. Was bewegt Euch, wenn ihr an HT denkt? WS: Es beeindruckt mich stark, wie Gott einen Menschen zum Segen gebraucht, der sich ihm ganz zur Verfügung stellt. Gerade auch in den Anfechtungen, in Zeiten der Schwäche und der Rückschläge, lässt sich Hudson Taylor immer wieder von Gott weitertragen.
5. Wie viele MissionarInnen / Missions-Arbeiten gibt es heute von der ÜMG/OMF in China? HWR: Wir haben keine Missionare in China, weil Missionsarbeit im landläufigen Sinn in China nicht zulässig ist. Wir haben aber eine ganz Reihe von Fachkräften nach China vermittelt , die ihren Glauben an Jesus aktiv leben und sozusagen "Brief Christi" in ihrem Beruf sind.
6. Gibt es heute ein Haupt-Zielgebiet der ÜMG/OMF? HWR: Ja, das Haupt-Zielgebiet sind die unerreichten Asiaten. Wir kommen immer mehr weg von territorialen Zielen. Uns liegen alle Asiaten auf dem Herzen, die die Herrlichkeit Gottes noch nicht gesehen haben. So richtet sich ein großer Teil unserer Arbeit unerreichten Volksgruppen zu. Wir arbeiten dabei dort, wo es am strategischsten ist. Z.B. scheint es momentan so zu sein, dass mehr Japaner außerhalb Japans zu Jesus finden. Daher muss auch unsere Arbeit diesem Faktum Rechnung tragen.
7. Wie habt ihr die Arbeiten am Musical-Projekt persönlich erlebt? WS: Ich denke, dass diese Arbeiten etwas vom Kern des Musicals reflektieren: Dort wo es keinen Weg zu geben schien, hat Gott Hilfe geschickt. Ich bewundere den großartigen Einsatz von 'Online' unter der Leitung von Andreas Kuhl und auch den Mitarbeitern des A-Teams mit der Technik! Das alles ist ein großartiger Beweis, dass von Gott bewegte junge Leute auch heute Tolles zustande bringen, um ihn zu ehren! 8. Welche Feedbacks gab es bisher an die ÜMG bezügl. des Musicals? WS: Eine junge Frau hat nach einer Aufführung gesagt, dass sie tief beeindruckt sei und nun ganz konkret weitere Schritte in die Mission gehen will. HWR: Ich selbst habe die Anfänge des Musicals nur von der Ferne beobachtet, da ich mit meiner Familie an unserer internationalen Zentrale in Singapur gearbeitet habe. Doch egal mit wem ich innerhalb der ÜMG geredet habe, hörte ich nur sehr anerkennende Stimmen.
9. Die ÜMG Deutschland hat gerade einen Wechsel in der Leiterschaft vollzogen. Was wünscht sich der 'alte' und der 'neue' Missionsleiter für die Zukunft der ÜMG? WS: Als alter Missionsleiter wünsche ich mir, dass wir als ÜMG für Gott und sein Ziel, dass Menschen aus allen Völkern zu Jüngern Jesu gemacht werden, verfügbar bleiben. HWR: Als neuer Missionsleiter wünsche ich mir, dass wir weiter nur mit Jesus gehen! Das war schon Hudson Taylors Anliegen und so übernehme ich es auch von Wolfgang Schröder. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir als ÜMG für die Menschen in Deutschland relevant sein können mit dem Anliegen, Asiaten in die Gemeinschaft des Reiches Gottes einzuladen.
Vielen Dank für das Interview
[AK]
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